Psychische Belastung durch Tinnitus: Eine Frau sitzt sichtlich erschöpft und überfordert am Küchentisch, den Kopf in die Hände gestützt.

Risikofaktoren für Tinnitus: Woher kommt das Ohrgeräusch?

Bei einem Tinnitus handelt es sich um ein Ohrgeräusch, das keiner äußeren Schallquelle entspringt, sondern im Gehirn entsteht. Ein Tinnitus kann für Betroffene sehr unterschiedlich klingen. Während einige beispielsweise ein Pfeifen oder Piepen hören, nehmen andere ein Summen oder Rauschen wahr. Auch die Auslöser von Ohrgeräuschen sind vielfältig. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören Stress, laute Geräusche, Hörverlust und Muskelverspannungen. Erfahren Sie im Folgenden mehr über Risikofaktoren für Tinnitus.

Stress als Auslöser von Ohrgeräuschen 

Stress wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus und gilt als einer der häufigsten Auslöser von Tinnitus. Besonders fies: Eine hohe psychische Belastung ist nicht nur ein Risikofaktor für die Entstehung von Ohrgeräuschen. Stress kann auch die Wahrnehmung eines Tinnitus verschlimmern.

Junge Frau sitzt im Büro am Computer und greift sich mit geschlossenen Augen gestresst an die Schläfen.

Ohrgeräusche können durch Stress sowohl direkt als auch indirekt ausgelöst werden. So kann es beispielsweise passieren, dass wir uns in intensiven Arbeitsphasen mit hoher Belastung nicht ausreichend bewegen, was zu Muskelverspannungen im Nackenbereich führen kann, die einen Tinnitus begünstigen.

Frau mit langen, grauen Haaren blickt nachdenklich und berührt ihr Ohr, möglicherweise Anzeichen für Ohrbeschwerden.

Mehr erfahren über die Symptome von Tinnitus

Ein Störgeräusch im Ohr kann aber auch eine direkte Folge von Stress sein. Der Grund: In Belastungssituationen schüttet unser Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol aus. In der Folge wird ein biochemischer Prozess in Gang gesetzt, der die Funktion der sensiblen Hörsinneszellen im Innenohr schädigt. Es droht eine Überstimulation, die sich als Tinnitus bemerkbar macht.

Stress geht außerdem nicht selten mit einem erhöhten Blutdruck einher. Das kann dazu führen, dass unser Innenohr schlechter durchblutet wird und Hörsinneszellen nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Auch das macht Stress zu einem Risikofaktor für Tinnitus. Den gleichen Effekt hat übrigens auch hoher Alkoholkonsum.

Wie lange dauert stressbedingter Tinnitus?

Ist Stress der Auslöser von Tinnitus, stehen die Chancen gut, dass er von allein verschwindet, wenn die stressige Lebensphase überstanden ist. Tritt ein Ohrgeräusch zum ersten Mal auf und bleibt über mehrere Tage, ist es dennoch sinnvoll, zeitnah einen Arzt zu konsultieren. Je eher ein Tinnitus behandelt wird, desto besser stehen die Chancen darauf, dass er wieder verstummt.
 

Tinnitus durch laute Geräusche und Hörsturz

Experten gehen davon aus, dass bis zu 30 Prozent aller Tinnitus-Fälle die Folge von Lärmbelastung sind.1 Ob laute Musik, eine ohrenbetäubende Arbeitsmaschine oder Silvesterböller – wann immer unsere Ohren ungeschützt lauten Geräuschen ausgesetzt sind, leiden die empfindlichen Haarsinneszellen im Innenohr. Bereits ein Knall kann dazu führen, dass sie Schaden nehmen – man spricht von einem Knalltrauma. Laute Geräusche zählen folglich zu den Risikofaktoren für Tinnitus. Auch ein Hörsturz kann zu Ohrgeräuschen führen.

Was passiert bei einem Hörsturz?

Bei einem Hörsturz haben Betroffene ganz plötzlich Hörprobleme, die meistens einseitig auftreten. Hinzu kommt häufig eine dumpfe Wahrnehmung, die sich anfühlt, als habe man Watte im Ohr. Darüber hinaus geht ein Hörsturz nicht selten mit Ohrgeräuschen einher, die bleiben können, auch wenn der Hörsturz abgeklungen ist.

Ein sogenannter Ohrinfarkt (Hörsturz) kann mehrere Auslöser haben: In vielen Fällen wird er mit einer Durchblutungsstörung im Innenohr in Zusammenhang gebracht. Auch gehen Experten davon aus, dass Stress und Lärmbelastung einen Hörsturz mit Tinnitus zur Folge haben können. In jedem Fall sollte ein Hörsturz bei einem Arzt abgeklärt werden.

So entstehen Ohrgeräusche durch laute Geräusche

Schallwellen versetzten die Haarsinneszellen im Innenohr in Schwingungen. Über den Hörnerv leiten sie so akustische Signale ans Gehirn weiter, wo diese verarbeitet werden. Bei lauten Geräuschen ist der Schalldruck besonders hoch: Das strapaziert die feinen Härchen im Innenohr, sie bewegen sich starkwerden überreizt oder sterben sogar ab. In der Folge funktioniert die Übertragung von akustischen Signalen nicht mehr richtig. Eine gängige Theorie ist, dass das Gehirn ausbleibende Nervenimpulse mit einem Phantom-Ton kompensiert – einem Tinnitus.

Arbeiter schützt sein Gehör mit Ohrschützern während der Arbeit in einem lauten Arbeitsumfeld.

Wenn das Hören nachlässt: Tinnitus bei Hörverlust

Ein Ohrgeräusch geht in vielen Fällen auch mit einem Hörverlust einher. Experten gehen davon aus, dass sich beide Phänomene gegenseitig begünstigen: So kann ein Tinnitus die Folge von Hörverlust sein, diesen gleichzeitig aber auch verstärken. Es droht ein Teufelskreis.

Mehr erfahren über Tinnitus im Alter

In vielen Fällen lässt das Hörvermögen infolge des natürlichen Alterungsprozesses nach. Denn: Im Laufe des Lebens reduziert sich die Zahl der Haarsinneszellen im Innenohr. Doch Hörverlust kann auch viele andere Ursachen haben. Weil es oft vorkommt, dass er begleitet von Ohrgeräuschen auftritt, können Ursachen für Hörverlust auch als Risikofaktoren für Tinnitus gewertet werden:

Ursachen für Hörverlust:

  • Alterserscheinungen
  • Hohe Lärmbelastung
  • Knalltrauma
  • Hörsturz
  • Ohrerkrankungen (z.B. Mittelohrentzündung oder Morbus Menière)
  • Ohrverletzungen (z.B. Trommelfellriss)
  • Kopfverletzungen
  • Ohrenschmalz-Pfropf
  • Infektionskrankheiten (z.B. Hirnhautentzündungen, Mumps oder Masern)
  • Medikamente (z.B. bestimmte Antibiotika oder Chemotherapeutika)

Forschungsergebnisse legen außerdem nahe, dass ein Mangel an Vitamin B12 Hörverlust und Tinnitus begünstigen kann.

Mann mittleren Alters mit grauem Bart signalisiert Hörprobleme und spricht mit seinem Sohn.

Tinnitus durch Verspannungen und Kiefergelenksprobleme

Ein Tinnitus kann auch die Folge von Fehlhaltungen und Verspannungen im Nacken- und Kieferbereich sein. Insbesondere Probleme mit den ersten drei Wirbeln der Halswirbelsäule – zu denen der Atlaswirbel zählt – können Ohrgeräusche begünstigen. Das hat gleich zwei Gründe: So können verhärtete Muskeln Druck auf den Hörnerv ausüben und diesen reizen. Darüber hinaus können Verspannungen den Blutfluss zum Innenohr beeinträchtigen.  

Ein Tinnitus kann auch die Folge von kieferorthopädischen Problemen sein. Denn: Auch Fehlstellungen des Kiefers, Zähneknirschen oder ein falscher Biss erzeugen Druck auf umliegende Nerven.

Die häufigsten Risikofaktoren auf einen Blick

  • Laute Geräusche
  • Stress
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Hörverlust
  • Schwerhörigkeit
  • Ohrenerkrankungen
  • Ohr- und Kopfverletzungen
  • Kiefergelenksprobleme
  • Halswirbelsäulenprobleme
  • Psychische Belastung
  • Alter

Tinnitus behandeln: Was Sie gegen das Ohrensausen tun können

Der Tinnitus selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Die beste Therapie bei Tinnitus zielt auf den individuellen Auslöser. Oder anders ausgedrückt: Was bei Tinnitus hilft, kann für jeden Betroffenen anders aussehen. Allgemein lassen sich jedoch einige Dinge festhalten, die Ohrgeräusche in vielen Fällen lindern und diesen vorbeugen können:

  • Vermeiden Sie Stress – zum Beispiel, indem Sie Ruhephasen ohne Handy und Laptop in Ihren Tag integrieren.
  • Achten Sie auf einen Blutdruck im gesunden Bereich – dafür ist unter anderem regelmäßige Bewegung wichtig.
  • Tun Sie mit einer Massage etwas gegen Verspannungen im Ohr- und Nackenbereich.
Entspannte Frau erhält eine Massage, während sie die Augen geschlossen hält und lächelt

Bei der Behandlung von Tinnitus spielt außerdem eine gute Durchblutung eine Rolle: Ein pflanzliches Arzneimittel bei Durchblutungsstörungen kommt in Form von Tebonin® intens aus der Natur. Tebonin® intens enthält den hochwertigen Ginkgo-Spezialextrakt EGb 761®, der nachweislich die Durchblutung und damit auch die Sauerstoffversorgung im Gehirn und Innenohr fördert. Wird die Durchblutung gesteigert, können sich das Innenohr sowie weitere am Hörvorgang beteiligte Zellen besser regenerieren.2,3

Mehr erfahren über die Behandlung von Tinnitus

Wo bekomme ich Hilfe bei Tinnitus?

Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe – von Betroffenen für Betroffene“ informiert die Deutschen Tinnitus-Liga e. V. rund um das Thema Tinnitus und Hörgesundheit.

Weiterführende Informationen zum Thema Tinnitus

Frau mit langen, grauen Haaren blickt nachdenklich und berührt ihr Ohr, möglicherweise Anzeichen für Ohrbeschwerden.

Tinnitus Symptome

Nicht für alle hört sich ein Tinnitus gleich an. Er kann z. B. als Piepsen, Pfeifen oder auch als Klingeln auftreten.

Entspannt sitzender Mann nutzt sein Smartphone auf dem Sofa im Wohnzimmer.

Wie stark belasten Sie Ihre Ohrgeräusche?

Der Selbsttest gibt einen ersten Einblick wie stark Ihre Ohrgeräusche Sie belasten und sich auf Ihre Gefühle und Einstellungen auswirken.

Tebonin intens 120 mg Filmtabletten neben Ginkgo-Blättern, dargestellt in einer natürlichen Umgebung.

Behandlung und weitere Maßnahmen

Ein Tinnitus sollte möglichst früh behandelt werden. Erfahren Sie hier wie Tebonin® intens 120 mg Ihnen helfen kann Ihren Tinnitus1 zu lindern und welche Maßnahmen Sie sonst noch ergreifen können.

1https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/tinnitus/ursachen-risikofaktoren.html 
2Kellermann AJ, Kloft C. Pharmacotherapy. 2011;31(5):490-502.
3Maass B et al. Extr Otorhinol. 1987;9:169–172.