Ohr- und Kopfverletzungen und Tinnitus
Sei es ein Rauschen, Summen oder Brummen: Bei einem Tinnitus hören Betroffene einen Ton, der keiner äußeren Schallquelle entspringt. Ein Tinnitus kann viele Auslöser haben. Zu diesen zählen auch Ohr- und Kopfverletzungen. Erfahren Sie im Folgenden, welche Traumata besonders häufig einen Tinnitus auslösen – und warum.
Warum Verletzungen an Kopf und Ohr Tinnitus auslösen können
Ein Ohrgeräusch entsteht häufig infolge von Störungen im Innenohr oder im Gehirn. Ausgelöst werden können diese durch Verletzungen im Kopfbereich. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Phantomton entsteht, wenn das Gehirn nicht ausreichend akustische Signale empfängt. Ein Tinnitus nach einer Kopfverletzung kann folgende Ursachen haben:
Schädigung der Haarsinneszellen im Innenohr
Gesunde Haarsinneszellen im Innenohr wandeln Schallwellen in elektrische Signale um. Über den Hörnerv werden diese an das Gehirn weitergegeben und dort als sinnvolle Klänge interpretiert. Weil sie besonders empfindlich sind, können Haarsinneszellen bei Verletzungen Schaden nehmen und sogar ganz absterben. Neben einem Tinnitus droht Schwerhörigkeit.
Nervenirritation
Eine Kopfverletzung kann am Hörprozess beteiligte Nerven überreizen und sie in ihrer Funktion beeinträchtigen. Tinnitus-Symptome können die Folge sein.
Verspannungen in Nacken oder Kiefer
Verletzungen wie beispielsweise ein Schleudertrauma führen nicht selten zu Verspannungen im Nacken- und Kieferbereich. Ist das der Fall, können verhärtete Muskeln die Nerven reizen und so die Übertragung von akustischen Signalen an das Gehirn stören. Darüber hinaus bewirken Verspannungen in einigen Fällen, dass das Innenohr nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Auch Durchblutungsstörungen können einen Tinnitus auslösen.
Beeinträchtigung des Hörzentrums
Eine Kopfverletzung – beispielsweise eine Gehirnerschütterung – kann potenziell auch das Hörzentrum im Gehirn beeinträchtigen und einen Tinnitus hervorrufen.
Häufige Kopf- und Ohrverletzungen mit Tinnitus zur Folge
Verletzungen im Bereich des Kopfes sollten immer ernst genommen und mit einem Arzt abgeklärt werden. Folgende Traumata führen häufig zu Ohrgeräuschen:
Schädel-Hirn-Trauma
Studien zeigen, dass über die Hälfte aller Schädel-Hirn-Trauma-Patienten ein Ohrgeräusch entwickeln.1 Bei einem Schädel-Hirn-Trauma werden Schädel und Gehirn durch eine Gewalteinwirkung auf den Kopf verletzt. In besonders schlimmen Fällen werden Hirnzellen beschädigt, außerdem drohen Hirnblutungen. Neben einem Tinnitus kann es bei einem Schädel-Hirn-Trauma beispielsweise zu Lähmungen oder Krampfanfällen kommen. Außerdem können Sprache und Gedächtnis gestört sein.
Gehirnerschütterung
Von einer Gehirnerschütterung spricht man umgangssprachlich bei einem leichten Schädel-Hirn-Trauma. Sie kann zu einem Tinnitus führen und geht außerdem häufig einher mit Symptomen wie: Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, und Erbrechen.
Schleudertrauma
Bei einem Schleudertrauma handelt es sich um eine Verletzung im Bereich der Halswirbelsäule. Diese kann ausgelöst werden durch eine ruckartige Bewegung des Kopfes und eine Überdehnung der Halsweichteile. Zu einem Schleudertrauma kommt es häufig infolge eines Unfalls. Zu möglichen Symptomen gehören neben Ohrgeräuschen unter anderem Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Schluckbeschwerden.
Knalltrauma
Bei einem Knalltrauma werden die empfindlichen Haarzellen im Innenohr durch eine laute Schalleinwirkung beschädigt und in ihrer Funktion gestört. Ursache kann beispielsweise ein Silvesterböller, ein platzender Ballon oder die Auslösung eines Airbags sein. Ein Knalltrauma kann nicht nur zu Tinnitus führen, sondern auch zu akutem Hörverlust.
Barotrauma
Bei einem Barotrauma des Ohrs handelt es sich um eine Verletzung, die durch einen Druckunterschied zwischen Mittelohr und Umgebung entsteht. Zu einem Barotrauma kann es beispielsweise kommen, wenn Menschen tief tauchen und großer Wasserdruck auf das Ohr wirkt. Abgesehen von einem Tinnitus kann ein Barotrauma auch Schmerzen im Ohr und eine verminderte Hörfunktion auslösen.
Schädelbruch
Eine Fraktur des Schädels kann sowohl zu Schäden im Innenohr als auch zu Nervenschäden im Bereich des Kopfes führen. Das kann einen Tinnitus nach sich ziehen.
Kieferbruch
Verletzungen im Bereich des Kiefers – beispielsweise ein Kieferbruch – können dazu führen, dass ein Ohrgeräusch entsteht. Der Grund: Zwischen Kiefergelenkkopf und Mittelohr verlaufen Nerven, die durch jegliche Verschiebung im Kieferbereich unter Druck geraten können. In der Folge kann ein Tinnitus entstehen.
Tinnitus erkennen: Achten Sie auf diese Anzeichen
Tinnitus-Symptome können für jeden Betroffenen anders aussehen. Während der eine ein Rauschen oder Brummen im Ohr hört, vernimmt ein anderer ein Pfeifen oder Flattern. Auch kann ein Phantomton in Lautstärke und Tonhöhe variieren. In der Folge wird auch die Belastung durch einen Tinnitus individuell unterschiedlich bewertet.
Wie stark belasten Sie Ihre Ohrgeräusche?
Der Selbsttest gibt einen ersten Einblick wie stark Ihre Ohrgeräusche Sie belasten und sich auf Ihre Gefühle und Einstellungen auswirken.
Diagnose und Behandlung
Nicht bei jeder Kopfverletzung ist direkt erkennbar, wie schwerwiegend sie ist. Weil unser Körper in Schocksituationen Adrenalin ausschüttet und unser Gehirn in einen Überlebensmodus versetzt, machen sich ernste Verletzungen wie beispielsweise eine Hirnblutung oder ein Schädelbruch teilweise erst nach vielen Stunden bemerkbar. Deswegen ist es wichtig, Verletzte nach einer Gewalteinwirkung gegen den Kopf nicht allein zu lassen und einen Arzt zu konsultieren.
Mithilfe einiger schneller Tests, bei denen beispielsweise die Pupillenreaktion auf Licht überprüft wird, kann ein Mediziner einschätzen, ob sich der Verletzte in akuter Gefahr befindet. Häufig folgen weitere neurologische Untersuchungen. Bei Bedarf wird im CT oder MRT ein Bild des Kopfes gemacht.
Bei Ohrverletzungen können beispielsweise ein Hörtest und eine Ohrspiegelung mit einem Otoskop ersten Aufschluss über die Art der Verletzung bieten. Durch rechtzeitige Abklärung und Behandlung von Verletzungen im Kopfbereich lässt sich nicht nur akute Gefahr abwenden. Auch Spätfolgen wie Tinnitus können so verhindert werden. Deswegen ist es wichtig frühzeitig, einen Arzt aufzusuchen.
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Weiterführende Informationen zum Thema Tinnitus
Tinnitus Symptome
Nicht für alle hört sich ein Tinnitus gleich an. Er kann z. B. als Piepsen, Pfeifen oder auch als Klingeln auftreten.
Wie stark belasten Sie Ihre Ohrgeräusche?
Der Selbsttest gibt einen ersten Einblick wie stark Ihre Ohrgeräusche Sie belasten und sich auf Ihre Gefühle und Einstellungen auswirken.
Behandlung und weitere Maßnahmen
Ein Tinnitus sollte möglichst früh behandelt werden. Erfahren Sie hier wie Tebonin® intens 120 mg Ihnen helfen kann Ihren Tinnitus1 zu lindern und welche Maßnahmen Sie sonst noch ergreifen können.